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29.01.2009
Solarbaum Klimaschutzprogramm  

Das Gleisdorfer Wahrzeichen für erneuerbare Energie: Der Solarbaum

 
Gleisdorfer Klimaschutzprogramm: Leben im Sonnenzeitalter!
Gleisdorf und die Sonnenenergie - eine schon langjährige Partnerschaft, die nun noch mehr forciert wird, weil Gleisdorf in Zukunft mit dem Gleisdorfer Klimaschutzprogramm noch mehr erneuerbare Energieanlagen errichten und energiesparende Maßnahmen bei Gebäuden und Energie umsetzen wird! Bis 2015 ist es das Ziel 25% erneuerbare Energie bei Wärme und Warmwasser zu haben, die Energieverbräuche und CO2 Emissionen um 20% zu senken und 100% CO2 neutralen Strom einzusetzen. Wie macht das Gleisdorf, damit die Ziele auch in der Praxis erreicht werden? Im folgenden Bericht wird der Weg beschrieben. Ideen und Gedanken......

Ideen und Gedanken

22.058 Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr werden durch die Raumheizung und die Warmwasserbereitung in Gleisdorf ausgestoßen. Für den Abtransport dieser Menge müssten ca 1.000 Lastkraftwagen eingesetzt werden. Diese Schadstoffe werden aber nicht abtransportiert, sondern entweichen unkontrolliert in die Luft und belasten direkt vor Ort unsere Umwelt und verschlechtern unsere Lebensbedingungen

Das soll sich nun aber in Zukunft  verbessern – Gleisdorf tut etwas dagegen und startete auf Initiative der Stadtgemeinde und Stadtwerke Gleisdorf, Feistritzwerke-STEWEAG und Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie im Jänner 2009 das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm.

Das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm ist ein regionales Impulsprogramm und hat folgende Aufgaben:

  • Schutz des Klimas
  • Nachhaltiges Wirtschaften
  • Stärkung und Belebung der regionalen Wirtschaft
  • Motivation der Menschen
  • Information über erneuerbare Energie und Energiesparen

Dauer und Teilnehmer

Gestartet wird es zu Beginn des Jahres 2009 und das Projekt läuft in der 1. Phase bis Ende 2015! Neben den Initiatoren wirken das Gleisdorfer Citymanagement, Architekten, Planungs- und technische Büros, Baufirmen, Banken, Gleisdorfer Schulen, der Arbeitskreis „Zukunft“ der Pfarre Gleisdorf, das Land Steiermark, der österreichische Klimafonds und die Gleisdorfer Bevölkerung mit.

Ausgangslage

Basis und Ausgangspunkt ist der Gleisdorfer Energiekataster für den die Gebäude- und Energiedaten aller Gleisdorfer Objekte im Jahr 2007 erhoben wurden. So sind nun sämtliche Energieverbräuche, CO2 Emissionen, Energieträger, baulicher Zustand der Gebäude, Einsatz erneuerbarer Energie usw. bekannt.  Die Daten wurden ausgewertet, in einem elektronischen Kataster wurde graphisch der Energieträger bei jedem Objekt farblich dargestellt und daraus die Energiestrategie auf Basis erneuerbarer Energie entwickelt und daraus ist das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm entstanden.

Ziele – 25/20/20/100

Auf Basis der Zahlen aus dem Jahre 2007 wurden die Ziele bis 2015 festgelegt, die folgende sind:

  • 25% erneuerbare Energie

Einsatz der erneuerbaren Energie im Bereich Raumwärme und Warmwasser wird von derzeit 7% auf 25% gesteigert

  • 20% Senkung des Energieverbrauches bei Raumwärme, Strom und Mobilität
  • 20% Senkung der CO2 Emissionen
  • 100% CO2 neutraler Strom

Der Umstieg auf erneuerbare Energie und auch das Energiesparen werden in allen Bereichen, das ist die  Raumwärme, Warmwasser, Strom und Mobilität, stattfinden

In Gleisdorf soll es dann im Jahre 2015 nach der Umsetzung des Klimaschutzprogrammes durch energetische und bauliche Maßnahmen geben:

     7.750 m²              Sonnenkollektoren – 1,4 m² pro Einwohner

750.000  WP           Photovoltaikmodule – 140 Watt pro Einwohner

       200  Stück        dezentrale Biomasseheizungen Privathäuser

           5   Stück        zentrale Biomasseheizwerke

         50   %              energiesparende Straßenbeleuchtung

       300  Stück         Elektrofahrzeuge – Räder, Roller, Autos

       200  Objekte     Niedrigenergiehäuser

    1.000  Objekte     Wärmedämmung mit Wärmebedarf < 100 kWh/m²a  

         10  Objekte     Solares Kühlen und Heizen

         10  Objekte     Solartankstelle 

Förderungen

Zu Erreichung der Ziele werden die Stadtwerke Gleisdorf und Feistritzwerke-STEWEAG einen wesentlichen Beitrag leisten, aber auch die Bevölkerung der Stadt ist herzlich zum Mitmachen eingeladen. Als Anreiz bietet die Stadtgemeinde Förderungen in allen Breichen wie Energieberatung, Gebäudedämmung, Errichtung von Sonnenkollektoren, Photovoltaik, Biomasseheizungen, Wärmepumpen an, wobei die Solarförderungen zu den höchsten in Österreich zählt.

Wirtschaftsimpulse

Werden alle geplanten Maßnahmen bis zum Jahre 2015 umgesetzt, dann ist in diesem Zeitraum ein Geldbedarf von ca 35,-- Millionen Euro notwendig.

Unmittelbar würden davon die einheimische Architekten, Planungsbüros,  Gewerbebetriebe, Baufirmen, Banken, Gemeinden profitieren, mittelbar wird aber die gesamte Bevölkerung der Region die positiven Auswirkungen verspüren. Ein Projekt, das Biomasseheizwerk „Rüsthaus Gleisdorf“ mit einer 200 m² Sonnenkollektoranlage, einer Photovoltaikanlage und einer Nahwärmeleitung mit einer Investitionssumme von ca 500.000,-- € ist bereits im Bau, zwei Objekte im Rahmen von „Wohnen mit der Sonne“ sind schon im Betrieb!

Musterprojekte

Gleisdorf hat bereits jetzt schon eine herausragende Position im Bereich des Klimaschutzes und der Sonnenenergienutzung - denn keine Stadt hat so viele Vorzeigeobjekte mit energetisch und künstlerisch interessanten Gebäuden, mit einer Straße der Solarenergie oder mit einem Solar-Energieschaupark.

Bereits fertig gestellt ist das Projekt „Wohnen mit der Sonne“ bei dem zwei Mehrfamilienhäuser mit Biomasseheizungen, Sonnenkollektor- und Photovoltaikanlage ausgestattet sind. Ein weiteres Projekt von „Wohnen mit der Sonne“ das Biomasseheizwerk „Rüsthaus Gleisdorf“, ist derzeit im Bau, bei dem auch eine 200 m² Sonnenkollektor- und eine 8 Kilowatt Photovoltaikanlage sowie eine Nahwärmeleitung installiert wird. Damit wird dann vor Ort umweltfreundlich und CO2 sparend Wärme, Warmwasser und Strom erzeugt.

Weiters gibt es 5 Objekte mit „Solarem Kühlen und Heizen“, dem weitere folgen werden. Dazu kommen noch 60 Niedrigenergiehäuser.

Im Bereich der Mobilität hat Gleisdorf eine Umwelttankstelle mit Pflanzenöl und 4 öffentliche Solartankstellen.

Kunst und Technik mit erneuerbarer Energie präsentiert das Gleisdorfer Wahrzeichen – der Solarbaum!

Öffentlichkeitsarbeit

Im Sommer 2009 wird im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel „Leben im Sonnenzeitalter“ das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm im Gleisdorfer MiR (Museum im Rathaus) optisch und graphisch der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

In den regionalen Zeitungen wird regelmäßig über den Stand des Projektes berichtet und damit der Fortschritt öffentlich sichtbar gemacht!

Aber auch beim Schulprojekt „Kids meet Energy“, bei dem schon mehr als 1.000 Energieschlaumeier ausgebildet wurden, wird das Gleisdorfer Klimaschutzprogramm vorgestellt!

Gleisdorfer Klimaschutzauszeichnung

Jedes Jahr werden die umgesetzten Maßnahmen erfasst und veröffentlicht. Bei dieser Evaluierung wird aufgezeigt, wie sich Energieverbrauch und CO2 Emissionen entwickelt haben – wurde sie mehr oder weniger! Des Weiteren werden im Rahmen des Klimaschutzprogrammes jährlich die ausgezeichnet, die am erfolgreichsten Energie und CO2 Emissionen eingespart haben und es werden die Gleisdorfer „Energie-Sparmeister“ und die „CO2-Sparmeister“ gekürt.

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