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21.09.2007
Waermepumpe  

Das internationale „Expertenteam“ mit Dr. Johann Goldbrunner, Raimund Wiesenhofer, Ing. Robert Kohl und DI Eric Auzenet hat die „Groundhit – Wärmepumpe“ im Betriebsgebäude der Feistritzwerke-STEWEAG in Gleisdorf erfolgreich in Betrieb genommen.

 
"Hochtemperatur" Wärmepumpe der neuesten Generation in Betrieb
Die Feistritzwerke-STEWEAG GmbH in Gleisdorf, Gartengasse 36 ist wieder einmal Schauplatz einer zukunftsweisenden Innovation: Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „Groundhit – Raumwärme aus der Erde“ wurde erstmalig in Österreich eine besonders innovative Wärmepumpe installiert und nun getestet – und zwar im Betriebsgebäude der Feistritzwerke STEWEAG! Was ist das besondere an dieser Wärmepumpe? Mit...

dieser Wärmepumpe können statt der bisher erreichten 60° Celsius Heizungs-Vorlauf-Temperaturen nun Vorlauftemperaturen bis 80 ° Celsius erzielt werden. Der Vorteil dabei ist, dass Heizkörper, die mit einer höheren Vorlauftemperatur als 60° C betrieben werden müssen an diese Wärmepumpe nun angeschlossen werden können. Dabei hat diese „Hochtemperatur-Wärmepumpe“ auch eine Leistungszahl 3. Das bedeutet, dass zwei Drittel der Heizenergie kostenlos von der Erde (Erdwärme) kommen und nur ein Drittel mit Strom betrieben werden muss. „Trotz der hohen Temperatur brennt der Kunde also nicht aus“.

Mit dieser neuesten Entwicklung wurde eine Wärmepumpe gebaut, die in der Lage ist auch für die Wärmeversorgung in vielen bestehenden Häusern eingesetzt zu werden. Eine Nachrüstung bei bestehenden Heizungsanlagen ist nun möglich und damit kann umweltfreundlich Raumwärme mit Hilfe der Erdwärme erzeugt und CO2 eingespart werden!

Was ist für den Betrieb einer solchen Wärmepumpe notwendig? Nicht mehr als bei den bisher verwendeten. Für den Betrieb der bei den Feistritzwerke-STEWEAG eingesetzten Wärmepumpenanlage wurden 2 Bohrungen mit einer Tiefe von je 75 Metern und eine mit einer Tiefe von 66 Metern (Gesamtlänge der Sonden also 216 Meter) vor dem Betriebsgebäude niedergebracht. In die Bohrungen sind Schläuche eingeführt und in diesen befindet sich eine frostsichere Flüssigkeit. Die Schläuche sind in einem geschlossenen Kreislauf mit der Wärmepumpe verbunden und in den Schläuchen zirkuliert das frostsichere Wasser. Durch die Erdwärme wird die Flüssigkeit erwärmt und in der Wärmepumpe erfolgt die Aufheizung des Wassers der Zentralheizung für das Firmenbetriebsgebäude auf zirka 80 Grad Celsius. Wie gesagt: Man braucht nur für 1 Drittel der Heizwärme Strom, 2 Drittel bekommt man kostenlos von der Erde!

 

 

Partner der Feistritzwerke-STEWEAG GmbH sind bei diesem innovativen Forschungsprojekt die Geoteam Ges.m.b.H. unter Universitätsprofessor Dr. Johann Goldbrunner in Gleisdorf, das Centre for Renewable Energy Sources (CRES) unter Dr. Karytsas in Griechenland und die Firma Compagnie Industrielle d'Applications Thermiques (CIAT) aus Frankreich.

Im September ist diese Wärmepumpe in Betrieb gegangen und sie liefert bereits die gewünschte Wärme im Betriebsgebäude der Feistritzwerke STEWEAG.

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